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Was passiert hier eigentlich?“


-Die Fahrradtour der Grünen Jugend Niedersachsen-


1. Tag

Zwei Fahrradbegeisterte Menschen sitzen im Zug. Trostlos allein, es geht nach Emden. Während eines Gespräches über die Armseligkeit dieses Zustand und der Erkenntnis, dass eigentlich noch jemand von uns im Zug sitzen müsste, der Klaas heißt, meldete sich unser Fastsitznachbar zu Wort und behauptete felsenfest Besitzer dieser bisher unbekannten Identität zu sein. Freude kommt auf, Juhu. Dann steigen auch noch zwei Junggrüne aus Leer hinzu, die bei der Emdener Aktion mitmachen wollen.

Doch irgendwer fehlt hier doch noch. Christina, Mitorganisatorin dieser Tour, ist einfach immernoch nicht da. Pat ruftschließlich an: Wir bekommen zu hören, das Christina wohl das Fahrrad in den zug gestellt, aber vor lauter Gepäck selbst nicht eingestiegen ist und mit einiger Verspätung eintreffen wird.

Trotzdessen treffen wir dann irgendwann endlich mit bisher 0km/h im Tachometer erschöpft in unserem Zielort ein.

Dort beteiligen wir uns an einer Aktion der GJ Emden: Diese bestand daraus, in der Emder Innenstadt zuerst aufgrund von irreführenden Standaufbautechniken unser technisches Können oder Nichtkönnen zu beweisen und daraufhin unter diesem Stand zu stehen als auch durch die Innenstadt zu laufen um Flyer unter Emdens Menschen zu bringen. Zwischendurch stieß dann nun auch endlich Christina, sogar mit Fahrrad, zu uns hinzu. Nach erfolgreichem Gelingen unserer anstrengenden Arbeit wurden wir bei Katja vorzüglich verköstigt. Natürlich gingen wir mit vollem Magen nicht ins Bett sondern in die Kneipe und konversierten. Währenddessen ergab sich, dass die LeererInnen ein Stück mit uns mitradeln, vielleicht aber auch schon vorher. Schlafen.


Tag 2


Nun geht es los. Ja, wir fahren Fahrrad!

Auf nach Oldenburg, fröhlich geht es auf geradem Untergrund los. Bis es regnet. Und wir nass werden. Und Christinas schwer bepackter Anhänger die Gruppe anfängt zu spalten.

Immerhin fährt sie hinten nicht allein, sondern wird von Klaas begleitet. Nach einiger Zeit muss sogar der scheinvollorganisierte Pat nach dem Weg fragen. Ein Triumphzug.

Als wir nach soeben genannten Strapazen und über 100km unser Ziel erreichen, wird eine Mitfahrerin aus Leer, die eigentlich auch einen Namen hat, zum Bahnhof gebracht, der Rest ins Fitnesscenter.

Dort bekommen wir unsere heißersehnte Dusche anlässlich unserer stark mitleidserregenden Erfahrungen sowie unserer nassen äußeren Erscheinung gratis angeboten.

Diese Dusche wurde aus diversen Gründen gefühlte zwei Stunden genossen.

Gwens (eigentlich ca. 400m langer) Rückweg von dem Fitnesscenter Richtung Geschäftsstelle stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen. Nach einer unfreiwilligen Besichtigungstour Oldenburgs, die ungefähr eine Stunde andauert, trifft auch sie schließlich, wieder triefnass und verkühlt in der Geschäftsstelle der Grünen ein. Freude.

Gemeinsames Tee schlürfen und aufwärmen, Mitgliederversammlung der GJ-Oldenburg, Feststellung das wir die für uns vorbereitete Aktion leider verpasst haben. Zur Erläuterung: Die GJ-Oldenburg verteilte Bio-Äpfel an ihre Bevölkerung und teilte dazu Infoflyer über die Biowirtschaft aus. Wer wär da nicht gern dabei gewesen?

Alle haben schrecklichen Hunger. Da es uns mehr um Quantität geht, speisen wir an einem all-you-can-eat-Nudelbuffet. Pat wird in dieser Umgebung als Katzenphobinist enttarnt, da er unter der Wahnvorstellung litt, eine auf dem Zaun von ihm gegenüber sitzende Katze könnte ihn jeder Zeit bespringen, zerkratzen und anschließend auffressen.

Geschlafen wurde bei einem GJ-Oldenburg-Mitglied welches uns freundlicherweise ihre gemütlichen Küchenfußboden sowie eine Matratze zur Nächtigung überließ.


3.Tag

Ska-P. Wir werden mit lauten, rhythmischen Klängen aus dem Schlaf gerissen. Schön.

Frühstücken, Fahrräder bepacken, Fahrradfahren. Pat montiert Christinas Anhänger heroischerweise an sein Fahrrad. Ehrlicherweise wahrschinlich nicht um ihr zu helfen, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit der Gruppe zu steigern.

In Bremen angekommen steigen wir in einen Zug nach Stade. In der Bahn bekommen Christina und Gwen Lust, Bernhard Dreadlocks zu machen. Bis Bernhard feststellt, dass ihm seine Haare doch nicht egal sind, sind schon drei kleine Dreadlocks auf seinem Kopf entstanden. Anstatt diese Innovation zu zulassen erträgt er aber lieber fast unerträgliche Schmerzen und lässt sie wieder entfernen (zusammen mit vielen vielen Haaren).

Das wir die nächste Aktion schon wieder verpasst haben, erfahren wir dann in Stade. In Stade regnet es wieder, wir fahren zu einem Pfadfinderheim, unserer Schlafgelegenheit um sich aufzuwärmen und eine heiße Dusche zu nehmen. Christina bekam die einleuchtende Idee, doch in einen nahegelegenen See nackt baden zu gehen. Während sich die Masse mitziehen lässt, bewahren nur Pat und Gwen den Verstand.

Bernhard tritt irgendwann mit seiner Pizza leider schon den Heimweg an und verpasst doch tatsächlich nicht seinen Zug!

Menschen kommen zurück, eine Gitarre sowie Bier und Wein werden ausgepackt, Götz Wiedmann gespielt und gesungen. Einigen dort anwesenden Menschen werden zwischendurch dann doch noch die Haare verstümmelt. Klaas bekommt Dreads, Christian wird mit zwei gebrauchten Einwegrasierern ein Iro geschnitten und auch Paul bekommt einen kleinen Dread.

Pat kündigt für den nächsten Morgen radikale Aufweckungsmethoden an, wird aber letztendlich von uns geweckt.


4.Tag

Haha, heute geht es nach Rotenburg. Nach Rotenburg zu Christina, was eine entscheidende Wende herbeiführen sollte.

Aber erstmal zum Fahrradfahren: schönes Wetter, der Rest war auch ganz gut. Die letzten 15km erscheinen allerdings endlos.

In Rotenburg erscheinen wir frohen Mutes pünktlich zu der geplanten Aktion. Ein „antirassistisches Grüne-Jugend-Wahlkampf-Volleyballspiel“. Nach einer Viertelstunde kommen sogar zwei Menschen auf uns zu, die mitspielen wollen. Da die Sonne so schön scheint, können wir unserer Zeit statt mit Volleyball aber mit ausgiebigem Baden im Schwimmbecken ausnutzen.

Wir lagen dann irgendwann alle in Christinas Bett.

Leider können wir aufgrund tendenziell zu sehr facettenreichem Konsum (primär) legaler, teilweise psychoaktiver Stoffe keinen expliziten Erfahrungsbericht dieser Episode niederschreiben. Nicht aufhörende Gespräche über aphrodisierenden Tee, und andere Stoffe münden in eine Art Trance, Pat ganz verwirrt: “Was passiert hier eigentlich?“. Die Wäsche wird aber dann doch noch am folgenden Tag gewaschen.


5.Tag


Christinas Knie ist kaputt gegangen, fortan steigt sie nur noch in den Zug. Heute nach Hannover.

Ferner bestand die im eigentlichen Sinne wortwörtliche „Fahrradtour“ nur noch aus Klaas, Pat und Gwen. Ja, und die war ganz schön anstrengend. Möglicherweise auch aus dem Grunde, das trotz auf dieser Etappe erstmals aufkommenden Steigungen, das System Gangschaltung von einigen noch nicht ganz durchschaut wurde.

Wir duschen, kochen und essen in Hannover bevor wir dann das Wahlkampfauftakttreffen der GJN besuchen. Bei der Festlegung der Schwerpunkte meldete sich erstaunlicherweise die Fahrradgruppe geschlossen für das Thema Drogen. Judith ist nun auch bei uns dabei... Und dann war jedeR auf einer anderen Party.


6.Tag


Das Wahlkampftreffen setzt sich fort und wird gar für produktiv befunden. Der Rest des Tages ist eher sub-aufregend bis dann gegen Abend Lisa aus der GJ-Hannover ihren Geburtstag feiert und aufgrund dieser Gegebenheit mehr und mehr Menschen in Feierlaune versetzt wurden. Wir begegnen hier zudem Stefan (Phillip? Lukas? Simon?) sowohl in dieser Nacht als auch am nächsten Tag. Er fährt der Fahrradtour gemeinsam mit Christina sinvollerweise mit dem Zug hinterher und trägt seinen Teil zur allgemeinen Freude bei. Gwens Fahrrad wird in Hannover noch geklaut und mit Lisas ersetzt.


Klaas, Pat und Gwen.


7.Tag


Spontan wird beschlossen nach Braunschweig zu radeln, da wir noch einen Tag zu überbrücken haben bis wir in Hildesheim begrüßt werden können. Als wir trotz übermäßig großem Anteil von Bundesstraßen ankommen, treffen wir Christina und Stefan am Bahnhof. Der Nachmittag wird frei auf einer Wiese entspannt gestaltet durch kreatives Gitarre spielen, chillen, sonnen. Zwischendurch versucht eine fremde Trommelgruppe aus Braunschweig Anschluss bei uns zu finden, zieht jedoch enttäuscht mit der Feststellung ab, dass unsere Drogen alle legal sind, sie einen anderen Beat haben und wir scheinbar nicht in der Lage sind, ausländisch zu singen. Weiterhin englisch singend haben wir aber auch allein sehr viel Spaß.



Pat und Christina

Als es langsam kalt wird, fuhren wir zu Gwens Behausung und durchsuchen ihre Küche nach Backutensilien. Die Suche wird schließlich auf die Küchen der Nachbarn ausgeweitert und so kommen wir noch zu allem Benötigten um unsere entspannungsfördernde Kekse zu backen. Und dann waren wieder alle in einem anderen entspannten Zustand, was eine objektive Berichterstattung unmöglich macht. Einig sind sich alle nur über die psyhcedelische Wirkung von Gwens T-Shirt. Dieses gemeinsam betrachtend lachen wir über ihre fischigkeit und legen einen Blackblock an, raten Peke-Pat sich doch mal endlich gehen zu lassen und fragen uns zum wiederholten Mal: „Was passiert hier eigentlich?“


8.Tag


Wir fahren nach Hildesheim. Gegenwind kommt auf, der uns alle überfordert und extrem nervt. In Hildesheim finden wir die Geschäftsstelle der Grünen und verteilten die dort gefundenen Flyer gegen die Privatsierung der Bahn an PassantInnen. Nur wenige Stunden später treffen auch Stefan und Christina ein, nachdem sie bei Gwen noch ausgeschlafen haben.

Irgendwie waren da dann schon wieder Drogen. Klaas wandelt in dieser Nacht mit einem seltsamen weißen Gewand durch die Nacht und auch Stefan kann sich an diesem Abend gehen lassen. Wir beobachten ihn, wie er sich auf dem BürgerInnensteig in Richtung Litfaßsäule rollt und sinnfreierweise irgendwelche „aggressiven“ Plakate abzureißen.


Gwen und Judith.


10.Tag


Die sollte die anstrengenste Etappe der Tour werden. Viele Berge, viele Stunden Fahrrad. Judith fährt dank des bedauerlichen Zustandes ihres Fahrrads bei den ZugfahrerInnen mit. Das letzte Stück war total schön, ein geteerter Fahrradweg mit wunderschöner Umgebung. Zur Zeit des Fahrens auf dieser Strecke verlieren Klaas und Gwen Pat, was zu dem Missverständnis führt, wir führen zwei verschiedene Wege, klärte sich aber darin auf, dass er einfach schneller war.

In Göttingen lassen wir den Tag in einem nahegelegenen Park mit netten GJlerInnen aus Göttingen auskligen bis sich dann unserer Wege dramatischerweise trennen und jedeR in sein Wohnort fuhr.

Sei dabei: Diskussionsabend & Film über Kurdistan: 12.02.2009, 18Uhr

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